ARD-αlpha bei DIG Bonn – Vegetarische Rezepte aus der Heimat von Ayurveda

Mayuri und Chandani kochen heute ein echtes Anti-Stress Dinner für ihre Studienfreunde. Denn ausgewogene Ernährung stärkt Körper und Geist, lehrt die altindische Lebensphilosophie Ayurveda. Und setzt auf umfassende Harmonie.
Mayuri und Chandani sind in Bonn unterwegs

Mayuri studiert Informatik, Chandani VWL an der Universität Bonn. Sie stammen aus Zentral- und Westindien und kombinieren für eine Einladung der Deutsch-Indischen Gesellschaft Bonn beliebte Rezepte ihrer Heimat: Schnell zubereitet, fleischlos und aromatisch – ihre Studentenküche ist inspiriert von harmonischen Gewürzkombinationen.

Mayuri, Informatik-Studentin an der Uni Bonn

„Studieren ist manchmal Stress: viel zu lernen in zu kurzer Zeit. Das kann auf den Magen schlagen oder schlaflos machen. Aber gute Ernährung hilft dabei, den Körper zu stärken und das macht auch den Kopf wieder frei!“

In der Region Köln, Bonn und Aachen leben mehr als 5000 indische Familien und regulär Studierende wie die beiden Freundinnen, dazu kommen immer mehr deutsch-indische Austauschstudenten. Grund genug für die German Indish Association gemeinsame Events zu veranstalten.
Das Dinner der Studierenden in der Deutsch-Indischen Gesellschaft
Indien hat sich zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht entwickelt. Mit rund 1,3 Milliarden Menschen ist Indien heute auch die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt, mit einer beeindruckend reichen Kultur. Der Staat vereint trotz sozialer Konflikte die Religionen Hinduismus, Buddhismus, Islam und Christentum, und neben Englisch und Hindi werden hier mehr als 300 Sprachen gesprochen. Je nach Herkunft unterscheidet sich auch die indische Kochkunst.
Gewürzstand am Marktplatz in Bonn
Reis und Curry sind aber überall verbreitete Gerichte und obendrein perfekt für eine leichte Studentenküche. Alle Zutaten sind in orientalischen Feinkostläden oder der Asia-Abteilung gut sortierter Supermärkte erhältlich – und auch wenn Gewürze durchaus ihren Preis haben, wer öfter indisch kocht und sie dabei einsetzt, für den wird dieses Dinner nicht zu teuer.
Chandani, Studentin an der Uni Bonn

„Ich koche jeden Tag und das ist günstiger und gesünder als Fastfood. Und es macht mir Spaß; kein Gericht dauert länger als 30 Minuten.“

Das Geheimnis der indischen Küche liegt in der schonenden Zubereitung frischer Zutaten und in der Verwendung geeigneter Gewürze. Das typische Curry – indisch für Gericht bzw. Reisbeilage ist in unzähligen Varianten zu finden, abhängig von der Region auf dem indischen Subkontinent. Zum Dinner werden verschiedene Curry als Buffet gereicht.

Die Ayurvedische Küche

Das Ehepaar Wadhwa hat die Studierenden zur Deutsch-Indischen Gesellschaft eingeladen
Ayurveda als altindische „Lehre vom richtigen Leben“ ist in Indien bis heute eine eigene Wissenschaft. Sie umfasst gute Lebensführung, Yoga und diverse Heilmethoden, die auf eine Gesundheitsprophylaxe setzen, in Diäten und Kuren. Dazu existiert an Indiens Universitäten eine eigene ayurvedische Medizinerausbildung. Ihre Forschung konzentriert sich heutzutage darauf, die Wirksamkeit der uralten überlieferten Rezepte und Praktiken nachzuweisen.