25.08.2019 16:30 Uhr: Vortrag – Über Indien schreiben

Wer über Indien schreibt, steht immer in der Gefahr, einerseits in romantisches Schwärmen, andererseits in Armutsschwelgerei umzukippen. Gibt es keinen Mittelgrund, von dem man nüchtern, sachlich, auch mit Sympathie und kritischer Wachheit über Indien schreiben kann? Zeigen uns die indischen Erzähltraditionen einen Weg? Indien kennt einen großen Schatz von erzählender Literatur, angefangen mit den klassischen Epen, die ihre Welt unverhohlen realistisch dargestellt haben. Auch zeitgenössische Literatur lehnt sich an dieses episch-breite Erzählen mit vielen Haupt- und Nebensträngen an, denken wir an Salman Rushdie und Amitav Ghosh.

Dr. Martin Kämpchen wurde 1948 geboren, studierte Germanistik, Theaterwissenschaft, Philosophie und Romanistik in Saarbrücken, Wien und Paris. In Madras studierte er indische Philosophie und in Santiniketan (West-Bengalen) vergleichende Religionswissenschaften.

Seit 45 Jahren wohnt Martin Kämpchen in Indien und schreibt beinahe ebenso lange über Indien. Er berichtet seit 25 Jahren für das Feuilleton der FAZ über Indien, er übersetzte Tagore und Ramakrishna aus dem Bengalischen, schreibt Erzählungen und essayistische Bücher über Indien. Welche Antworten hat er gefunden? www.martin-kaempchen.com

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